Dienstag, 12. Juli 2011

Über uns

...ein Auszug aus dem letzten "Aufwind":

Wie sieht eine ganz normale Woche bei uns in Tauscha aus?
Am Montag beginnen wir – Matthias Mühlbauer und Doreen Enghardt – gemeinsam mit Uwe Fleischer, dem Mitarbeiter der Mission/Osthilfe, mit einer Dienstbesprechung und Gebet.
Ein weiterer Gemeinschaftstag ist in der Regel der Mittwoch, an dem Johannes und Dagmar Steinmüller aus Bautzen dazu kommen. Meist stehen praktische Arbeiten im Haus und auf dem Gelände an und Hilfsgüter werden sortiert.
Als Stoßzeiten in der Vor- und Nachbereitung erleben wir Wochenenden, an denen unsere Jüngerschaftsschule, Rüstzeiten und Seminare stattfinden oder Gäste erwartet werden. Das bedeutet für uns zum Teil die inhaltliche und praktische Organisation für den Ablauf der jeweiligen Veranstaltungen, die auch Einkaufen, Kochen, Wäsche waschen und Saubermachen beinhalten können.
Im Ausgestalten und Vorbereiten der Veranstaltungen werden wir von vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt, ohne deren Mithilfe wir dies nicht tun könnten. Zu unserem engen Mitarbeiterteam vor Ort gehören Stefan und Danny Göppert aus Penig und Christina Lang aus Tauscha. Wöchentlich treffen wir uns zum persönlichen Austausch und zum Gebet für die anstehenden Dienste. Wir treffen uns auch immer wieder zu gemeinsamen Mahlzeiten oder auch zu Spieleabenden. In den letzten Jahren ist auch der Kontakt zum Dorf enger geworden.
Besonders durch Judith Mühlbauer und die Kinder entstanden manche Kontakte zu Leuten aus dem Ort, die wir gerne pflegen. Seit 2008 bieten wir mehrmals jährlich einen Bastelnachmittag zu jahreszeitlichen Themen für Kinder und Erwachsene an. Dieses Angebot nutzen immer mehr Mütter und ihre Kinder.

Wie sind die Mitarbeiter der Begegnungsstätte „Ruth“ nach Tauscha gekommen?

Matthias Mühlbauer:
Kurz nach der Einweihung der Begegnungsstätte „Ruth“ im November 2002 zogen wir als Familie nach Tauscha. 2003 fand die erste Jüngerschaftsschule hier statt; inzwischen wollen wir im September diesen Jahres den zehnten Kurs beginnen. Damals konnten wir uns das alles noch nicht vorstellen. Vieles hat sich in dieser Zeit entwickelt. Viele Jüngerschaftsschüler und -mitarbeiter sind über mehrere Jahre bei uns „hängen geblieben“; sie unterstützen unsere Dienste und Rüstzeiten mit praktischer Hilfe und Finanzen. Dafür sind wir sehr dankbar. Daraus sind auch viele neue Kontakte zu Einzelnen und Gemeinden entstanden.
Unsere monatlichen Lobpreisabende sind ein Punkt, solche Kontakte zu pflegen, zu vertiefen und gemeinsam Gott zu loben. Viele der jungen Leute bezeichnen die Begegnungsstätte als ihre zweite geistliche Heimat. Oft sind wir unterwegs, um in ihren Gemeinden oder Jugendgruppen zu dienen. Neben der Jüngerschaftsschule suchen manche den Kontakt zu uns in einer Art Mentorenbeziehung. Auch das ist etwas, was uns sehr auf dem Herzen liegt: junge Leute in dieser Weise zu begleiten und den Weg für eine Zeit gemeinsam zu gehen, Leben, Beziehungen und vieles mehr zu reflektieren.
Seit 2007 bin ich regelmäßig mit jungen Leuten zu Einsätzen unterwegs, um Armen und Hilfsbedürftigen zu dienen: im osteuropäischen Ausland sowie im letzten Jahr in Israel. Durch Besuche und Arbeitseinsätze wollen wir ein Licht sein, Hilfe und Ermutigung bringen. Durch unsere Familie haben wir gute Beziehungen zu Leuten im Dorf. Ein besonderer Kontakt ist unsere Freundschaft zu einer Frau aus Tauscha. Nach demTod ihres Mannes stellten wir ihr das Haus für die Trauerfeier zur Verfügung. Seitdem hilft sie uns regelmäßig bei der Jüngerschaftsschule in der Küche und besucht unsere Lobpreisabende.
Neben der geistlichen Arbeit im Haus bin ich immer wieder froh über die anfallenden praktischen Arbeiten, denn sie sind für mich ein guter Ausgleich dazu. Auch in dieser Weise bin ich gefordert, das Haus zu gestalten, zu erneuern und zu verschönern.
Was wünsche ich mir für die nächsten zehn Jahre? Viele gute Beziehungen, etliche Jüngerschaftsschulen, Rüstzeiten, Seminare. Und dass andere durch unsere Dienste ein Stück mehr von Jesus erkennen und ihren Platz im Reich Gottes finden. Jesus hat uns aus der Finsternis in sein Licht gerufen, damit wir von diesem Licht weitergeben und Zeuge seiner Liebe in Wort und Tat sind.
Nach fast zehn Jahren Arbeit in Tauscha muss ich festhalten, dass ich mir vorgenommen hatte, niemals hierher zu gehen. Aber Gott hat mein Herz verändert und mir etwas lieb gemacht, was ich mir persönlich nicht gesucht hätte. Hier ist mein Platz, hier will ich sein.

Seit August 2013 gibt es eine neue Mitarbeiterin in Tauscha- Margit Rheingans. Sie stammt aus dem Hunsrück und ist gelernte Hauswirtschaftsmeisterin. Wir kennen sie viele Jahre als ehrenamtliche Mitarbeiterin der Kirchenwoche in See, später dann als Wirtschaftsleiterin beim Aufbau und Betrieb des Lukasspitals in Laslea/ Siebenbürgen. In den letzten Jahren war sie in einem gemeinnützigen Verein im Osterzgebirge tätig. Mit ihrer Tochter Christiane ist Margit in die Nähe von Tauscha gezogen und wird in der Begegnungsstätte Ruth und in der Osthilfe tätig sein. Herzlich Willkommen- wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir.