Donnerstag, 2. März 2017

Gruppe für betroffene Partner

Seit Anfang 2012 trifft sich in unserem Haus eine Gruppe Männer, die Probleme mit Pornografie haben. Viele von ihnen haben inzwischen die Gruppe verlassen, weil sie gelernt haben in guter Weise mit ihrer Sexualität umzugehen. Immer wieder kommen Männer aus ganz unterschiedlichen Hintergründen dazu.

Aus der Not der letzten Jahre und nach vielen Anfragen diesbezüglich werden wir eine Gruppe für betroffene Partner von pornografieabhängigen Männern gründen.

Es ist für jeden Angehörigen ein Schock erkennen zu müssen, dass der geliebte Partner sich anderweitig sexuell befriedigt. Frustration, Ekel und Demütigung empfinden die meisten.

Was fehlt ihm denn, was ich meinem Mann nicht geben kann? Die Tatsache, dass diese anderen Frauen nicht "greifbar" sind, macht es nicht leichter, mit dieser Situation umzugehen, sondern eher schwerer.

Aus der anfänglichen Ungläubigkeit wird schnell Wut, Zorn oder Abneigung. Aber oft entsteht auch der Wunsch zu helfen, die Beziehung zu retten und Probleme zu klären.

Die Unsicherheit der Angehörigen ist oft sehr groß und Hilfsangebote gibt es sehr wenig.

Daher haben wir uns entschlossen, dieses Angebot zu schaffen. Die Gruppentreffen sollen Angehörigen eine Möglichkeit geben, gehört zu werden und mit verschiedenen Lösungsansätzen einen Weg aus der Hoffnungslosigkeit und Demütigung aufzeigen. Es soll deutlich gemacht werden, dass sich der Einsatz gegen die Sucht und für die Beziehung oder einen Neuanfang lohnt.

Infos und Kontakt:
Judith Mühlbauer
judith@kiwoarbeit.de