Mittwoch, 17. April 2019

In eigener Sache - Teil 2

Über 8 Jahre läuft unser Tauscha- Blog jetzt, und wir konnten mehr als 120.000 Seitenaufrufe verzeichnen. Hier haben wir versucht über unsere Arbeit zu berichten und zu informieren.
Aber jetzt ist Schluss damit.
Unsere beiden Internetseiten www.kiwoarbeit.de und www.bsruthtauscha.blogspot.com wurden vereint und grundlegend erneuert.
Unsere neue Webseite könnt ihr ab sofort unter www.osch-ev.de aufrufen. Alle Infos zu unseren Diensten, Rüstzeiten oder anderen Projekten findet ihr dort. Viel Freude damit.

www.osch-ev.de


Montag, 15. April 2019

In eigener Sache


In den letzten Jahren wurden wir immer mal gefragt:„Wieso heißt ihr eigentlich Kirchenwochenarbeit, wo es doch kaum noch Kirchenwochen gibt?“ – sagen wir‘s mal so: Weil das unsere Wurzeln sind und viele Leute uns unter diesem Namen kennen. Aber es stimmt, dass es im Lauf der Jahre weniger Kirchenwochen wurden und sich andere Arbeitsbereiche entwickelt haben.

So ist es nur logisch, dass sich das auch in unserem Namen widerspiegelt. Der Name „Offenes sozial-christliches Hilfswerk“ (Osch e. V.) ist der offizielle Name des Vereins, den wir 1990 gegründet haben. 
Wenn wir ab jetzt nicht mehr als „ökumenische Kirchenwochenarbeit“ in Erscheinung treten, ist es dennoch weiter unser Anliegen, Gemeinden auch bei Kirchenwochen zu unterstützen, wie 2019 in Sohland/Spree. Der Name ist anders – der Inhalt bleibt.

Montag, 8. April 2019

Kindertreff März 2019

Am vorletzten Wochenende fand hier in der Begegnungsstätte "Ruth" nach langer Pause endlich wieder ein Kindertreff statt. 18 Kinder hatten sich angemeldet und kamen gespannt, denn: der Kindertreff sollte nicht wie üblich an einem Samstagvormittag stattfinden, sondern von Freitag bis Samstag. Auch für uns Mitarbeiter war es spannend. Martin Gube hatte die Leitung und Planung inne und wurde dann eine Woche vorher so krank, dass sich deutlich abzeichnete, dass wir mit ihm nicht rechnen können. Zwei andere ehrenamtliche Mitarbeiter sagten innerhalb eines Tages zu und kamen zur Unterstützung.  Gott hat also wunderbar für uns gesorgt. Wir hatten eine sehr fröhliche und schöne Zeit mit den Kindern. Es ging darum, dass wir Gott vertrauen können und was das eigentlich bedeutet. Wir freuen uns besonders, dass auch immer wieder Kinder kommen, die wenig oder überhaupt nichts von Gott wissen. Knicklichter-Spiele im Dunkeln, Vertrauensspiele in Gruppen, Toben in der Sonne, lecker Burgeressen am Abend, Handpuppenspiele, Geschichten, Singen und auch gemeinsam Übernachten machten die gemeinsame Zeit ganz wunderbar und die Kinder sind begeistert wieder heimgefahren. Wir beten, dass in ihren Herzen die Gewissheit wächst, dass es gut ist, Gott zu kennen und dass sie ihm vertrauen können.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal im Mai!

Bild vom Kindertreff März 2019

Montag, 25. März 2019

Rumänien im Dezember 2018

Mit unserem Transporter voll mit Hilfsgütern und Weihnachtspäckchen verlassen Matthias und ich in Ungarn den Schengenraum. Ein richtiger Grenzübergang mit Beamten und Kontrollen. Hoffentlich kommen wir gut durch. Der Beamte nimmt unsere Ausweise entgegen, wirft uns einen prüfenden Blick zu – und winkt uns durch! Dann wird die Welt ein klein wenig anders, etwas ärmlicher, chaotischer, aber auch etwas herzlicher. Die Häuser in den Dörfern sind klein, bunt und eng aneinandergereiht. Manchmal sieht man einen Brunnen mit Eimer und Kurbel vorm Haus, offensichtlich gerade benutzt. Vor den Häusern verlaufen abenteuerlich aussehende Stromleitungen. Zwischen den Siedlungen liegt weitläufiges Brachland, hin und wieder bevölkert von einer Schafherde mit Hirten. Aber auch in der größten Einöde zeigen unsere Handys LTE-Empfang. Wir fahren quer durchs Land nach Moşna, einem Nachbarort von Mediaş, wo wir Claudiu und Bianca besuchen. Die beiden nehmen Kinder auf, die z. b. gleich nach ihrer Geburt im Krankenhaus zurückgelassen worden sind. Aktuell wohnen bei ihnen sieben Kinder. Claudiu und Bianca sind voller Freude und Energie. Sie kümmern sich nicht nur um ihre aufgenommenen Kinder, sondern unterstützen auch Leute in ihrer Umgebung, u. a. Roma-Familien. Wir lassen einige Hilfsgüter bei ihnen.
Dann durchqueren wir Siebenbürgen in Richtung Osten und erreichen den ungarisch bevölkerten Landkreis Harghita. Unser Ziel: das Harghita Christian Camp in der nähe von Vlăhiţa. in den Karpaten liegt eine geschlossene Schneedecke; wir sehen Kinder den Skihang hinabsausen. Im Camp besucht uns ein Pastor einer Pfingstgemeinde nahe der moldawischen Grenze. Er kümmert sich auch um Roma-Familien. Da wir noch nicht alle unsere Weihnachtspäckchen verplant haben, geben wir ihm einige zum Verteilen mit. einen der Höhepunkte unserer Reise erleben wir am folgenden Tag. im Kulturhaus von Vlăhiţa versammelt sich am Vormittag die komplette örtliche Grundschule. Zuerst führen junge einheimische Christen ein Handpuppenspiel für die Grundschulkinder auf. es geht um die Weihnachtsgeschichte. Anschließend spielt der Flötenkreis der Grundschule und es gibt noch einen Tanz: „Rudolph, the Red Nosed Reindeer“ auf Ungarisch. Dann verteilen wir 340 Weihnachtspäckchen an die Kinder.
An unserem letzten tag in Rumänien besuchen wir Joachim und Christiane Lorenz, ein Thüringer Pfarrerehepaar, das seit über 25 Jahren in Rumänien lebt und in Siebenbürgen evangelische Kirchgemeinden betreut. Wir schauen auch bei Ilse Totea vorbei, einer Siebenbürger Sächsin, die Roma-Familien unterstützt. Wir übernachten bei Thomas und Rosina Depner (85 und 78 J.). schon während des Kommunismus gaben sie an bedürftige Landsleute Kleidung und Lebensmittel weiter, aber auch geschmuggelte Bibeln. Wir laden Weihnachtspäckchen und andere Dinge bei ihnen ab. sie wollen daraus Geschenke für das örtliche Altersheim zusammenstellen – nicht nur für die alten Leute, sondern auch für die Pfleger. beim Abendessen ruft ein Pfarrer aus dem Donaudelta bei Thomas und Rosina an. er kommt in den nächsten Tagen, um Hilfsgüter für seine Gemeinde abzuholen.
Mir geht noch ein Satz von András nach, einem unserer Kontaktleute in Oradea:„nach der Wende kamen viele Hilfsorganisationen. Die meisten von ihnen sind nach zehn Jahren wieder gegangen, obwohl es in Rumänien immer noch große Probleme gibt. Ihr seid geblieben. (Martin Gube)