Samstag, 22. April 2017

Wer will fleißige Handwerker seh´n?

In den letzten Tagen hat unser Saal eine neue Wand bekommen. Angelehnt an einen Originalausschnitt der Klagemauer in Jerusalem wurde eine Holzverkleidung angebracht und die Elektrik erneuert. Danke für eure Unterstützung: Bernhard und Alex ;-)

"Mit meinem Geist habe ich ihn erfüllt; ich habe ihm Weisheit und Verstand gegeben und ihn befähigt, alle für den Bau erforderlichen handwerklichen und künstlerischen Arbeiten auszuführen. Er kann Pläne entwerfen und nach ihnen Gegenstände aus Gold, Silber oder Bronze anfertigen; er hat die Fähigkeit, Edelsteine zu schleifen und einzufassen; er versteht sich auf das Bearbeiten von Holz und auf viele andere Arten von Kunsthandwerk." (2. Mose 31)


Gold, Silber und Edelsteine haben wir nicht, aber ein einzigartiges Kunststück und darüber freuen wir uns sehr. DANKE!



Freitag, 21. April 2017

Festgehalten im Schnee

Wie oft schon hat jemand Pläne gemacht und dann zerschlugen sie sich? Da sind wir gut beraten, immer im Herzen oder im „Hinterkopf“ zu haben: So der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun!(Jakobus 4,15) So erging es uns auch mit unserer Besuchsfahrt nach Moldawien und Transnistrien, die wir am Dienstag nach Ostern antraten. Ein zur Fahrt angemeldeter Bruder sagte bedauernd seine Mitreise ab, als seine Frau sich einer schweren Operation unterziehen musste, ein dafür angefragter Bruder bekam seinen Pass nicht rechtzeitig und eine Schwester musste am Morgen der Abfahrt wegen einer akuten Kieferentzündung zurückbleiben. So starteten wir leider nur zu zweit. Für uns selbst kein Problem, da wir uns regelmäßig beim Fahren abwechseln können. Auf der Fahrt durch Rumänien trafen wir zum wiederholten Male auf bettelnde Zigeunerkinder an einem Bahnübergang, für die wir ein kleines Geschenk vorbereitet hatten. Da ist mein Wunsch und Gebet jedesmal, dass sie – durch wen auch immer – in Kontakt mit Jesus kommen, um Lebensveränderung zu erfahren. In Schässburg besuchten wir langjährige Geschwister für zwei Stunden, mit denen wir einen guten Austausch hatten und gemeinsam beteten. Als wir gegen Abend in Vlahita zur Übernachtung eintrafen, begann es leicht zu schneien. Die Wetterprognose besagte, dass wir am nächsten Morgen mit Schnee zu rechnen hatten. Bewusst starteten wir schon 5.30 h, um die ca. 400 km über die Karpatenkette nach Moldawien in Ruhe anzugehen. Nach dem Start über sehr verschneite, umgeräumte Straßen bei starken Schneesturm war die Frage immer präsent, ob wir es schaffen, den Karpatenkamm zu queren. Aber nach einer ungehinderten Fahrt (ohne querstehende LKW wie schon erlebt) über den Pass, fuhren wir bei anhaltendem Schneefall und schwierigen Strassenverhältnissen zuversichtlich weiter. Immerzu war eine Aussage der Tageslosung in meinem Herzen: Wir werden in deiner Kraft ankommen! Einmal zwang uns ein LKW zum Halt, der eine wegen dem Schnee durchhängende Stromleitung abgerissen hatte. Oft behinderten durch Schneelast gebeugte Bäume die Straßen. Aber wir kamen gut voran und wurden mit einem unkomplizierten und schnellen Grenzübergang beschenkt. Bis nach Kishinev fuhren wir bei Temperaturen um die Null Grad, aber mehr oder weniger starkem Schneefall bzw. Schneeregen. Nachdem wir unser Fahrzeug bei unseren Freunden, Ilja und Liuba A. ausgeladen hatten, machten wir noch einen Lebensmitteleinkauf in einem Großmarkt. Die Lagermöglichkeiten dafür waren diesmal durch den Regen sehr beeinträchtigt, weil die Dachsubstanz marode ist, aber durch die Kreativität der Geschwister ausgeglichen wird. Auch das Ausladen war herausfordernd, weil wir diesmal nur zu zweit zigmal den Weg vom Auto zum Lager bei sehr starkem Schneeregen zurücklegen mussten. Nachdem wir alles bewegt hatten, sind wir dankbar in unser Quartier bei unseren katholischen Geschwistern gefahren. Da die abschüssige Hofeinfahrt schon ziemlich verschneit war, ließen wir das Fahrzeug erstmals auf der Straße vor der Kirche stehen. Heute Morgen war eigentlich eine Besuchsfahrt nach Balti in den Norden geplant, aber nach dem Aufwachen trauten wir unseren Augen kaum. Über Nacht hatte es bei starkem Sturm so viel geschneit, dass die gesamte Region Kishinev lahmgelegt wurde. Nur mit Mühe kamen Fußgänger durch den hohen Schnee und unsere Straße hat bis zum Nachmittag kein einziges Fahrzeug passiert. Wie auch bei 50 bis 75 cm Schnee. Unsre Straße ist beiderseits von jetzt in voller Blüte stehenden Kirschbäumen gesäumt, von denen viele unter der Schneelast einfach zerbrochen sind. Aber die ganze Stadt sieht furchtbar mitgenommen aus. Wie nach einem Bombenangriff, schrieb eine Agentur. Am Mittag hat der Schneefall aufgehört und die nächsten Hauptstraßen sind voller Schneematsch und unbeschreiblichen Seen. Die Fußwege sind kaum zu begehen und man kommt zwangsläufig nur mit nassen Schuhen ans Ziel. Wir haben den ganzen Vormittag unser Fahrzeug freigeschaufelt, um es zu drehen und warten auf die Straßenräumung bzw. das für morgen angekündigte Tauwetter. Zur Zeit gibt es keine Chance für uns, die Straße zu befahren. So sind wir dankbar für unser warmes Quartier, sind versorgt mit allem Nötigen und sind dankbar für funktionierende Telefonverbindungen und sogar Internet. Viele Telefonverbindungen in der Stadt sind unterbrochen und unsere Geschwister Ilja und Liuba nutzen eine Wohnung in der Zeit ihres Dienstes hier, die seit Ende März keine Heizung mehr hat. Die Medien hier schreiben von Apokalypse. Ich frage mich, ob uns solche plötzlichen Umstände etwas lehren möchten für bevorstehende Zeiten. Denn von der Schrift her wissen wir ja, dass wir in der letzten Zeit leben. Umso wichtiger ist es doch, dass wir uns an unseren Herrn halten. Heute Vormittag beim Schneeschaufeln grüßten alle vorbeikommenden Leute uns: Christus ist auferstanden! Und wir bezeugen gerne: Er ist wahrhaftig auferstanden!








Dienstag, 18. April 2017

Besondere Geschenke

Heute starten unsere Kollegen zu einer Besuchsfahrt nach Rumänien, Moldawien und Transnistrien. Vorwiegend werden jüdische Leute besucht. Eine Frau aus dem Erzgebirge hat sich ein besonderes "Mitbringsel" einfallen lassen: eine kleine Schachtel mit Süßigkeiten, Tee und einer Mini- Schriftrolle.  Die enthält einen persönlichem Zuspruch- natürlich in russischer Sprache. Etwa 150 Stück wurden davon gepackt. Andere Hilfsgüter und Lebensmittel werden auch verteilt. Danke für alle Unterstützung.




Montag, 17. April 2017

Frühjahrsfahrt nach Rumänien, Moldawien und Transnistrien

Der Herr steht zu seinen Zusagen, darum freute ich mich erneut über sein Bundeszeichen vor dem morgigen Aufbruch nach Moldawien und Transnistrien...